Eric und Alex sagen ja!

Wir sind Verlobt!

Unsere Geschichte

 

Ich war etwa 16 als ich den Bruder meiner besten Freundin Daniela kennenlernte. Sie hatte mir zuvor vieles über ihn erzählt, wodurch er mir ziemlich sympathisch schien. Zum Beispiel ist er sehr schlau und ein wundervoller großer Bruder. Ich war schon immer gespannt, ihn persönlich kennen zu lernen.
Als mein Jahrgang in die Jugend der Gemeinde Detmold West kam, war auch Eric da. Die Möglichkeit, einander kennenzulernen, verschwand jedoch, denn kurz danach besuchte er die Kirche nicht mehr. Es machte mich ein wenig traurig, denn irgendwie fühle ich mich zu ihm hingezogen. Die nächsten drei Jahre sahen wir uns sehr selten und wenn, dann nur flüchtig. Durch Danielas Erzählungen bekam ich trotzdem immer mal wieder etwas aus dem Leben meines, wie ich damals noch nicht ahnte, zukünftigen Verlobten mit. Er kaufte sich ein Auto, reiste nach Shanghai, Italien und vielen weiteren Ländern, bis er schließlich sein Abitur beendete und für ein Jahr nach Australien ging. Ziemlich cooler Typ, dachte ich.
Zu diesem Zeitpunkt war ich auch mitten im Abitur. Ich hatte einen festen Freundeskreis und reiste ebenfalls viel herum. Hin und wieder ging er mir durch den Kopf. Ich verstand nicht warum, denn eigentlich kannten wir uns kaum. Ich erinnerte mich an eine frühere Jugendaktion, bei der ich in Erics Auto mitgefahren war und wir ein bestimmtes Lied gehört hatten. Dieses Lied erinnert mich bis heute an ihn und seinen silbernen Audi. Im Sommer 2017 kam Eric wieder nach Deutschland und Daniela flog nach Australien. Als Verena und ich Daniela von zuhause abholten und zum Flughafen bringen wollten, sahen Eric und ich uns mal wieder flüchtig…

Ich war gerade aus dem sonnigen Australien zurück, da teilte mir meine kleine Schwester mit, dass sie schon in zwei Wochen nach Down-Under fliegen würde. Am entsprechenden Tag kamen ihre Freundinnen, um sie abzuholen. Dabei fiel mir der kleine rote Seat Arosa mit Spoiler, getuntem Bodykit und Rückleuchten auf unserem Hof direkt ins Auge. Das war der erste Tag, an dem ich Alexandra bewusst wahrnahm. Ein halbes Jahr verging, ohne dass ich sie wiedergesehen hatte.Im Laufe des Jahres begann ich mit meinem Studium und lebte von Wochenende zu Wochenende. An einem dieser besagten Freitage war ich ziemlich unruhig und beschloss, frühzeitig nach Hause zu gehen. Auf dem Weg nach Hause dachte ich über mein Leben nach. War das wirklich alles? Nach diesem Abend suchte ich Antworten und fing wieder an, die Bibel zu lesen. Eines Sonntagmorgens beschloss ich dann, mal wieder zur Kirche zu gehen. Aus einem Mal wurden mehrere Male, sodass ich vor Weinachten auch das Adventssingen besuchte. Alexandra sang mit ein paar anderen ein Gruppenlied. Sie hat eine bezaubernde Stimme und wunderschöne lange braune Haare. Eines Sonntagmorgens kam ein Bekannter auf mich zu und fragte, ob ich nicht mal wieder Freitagabend zur Jugend kommen wollte. Ich folgte der Einladung und traf dort auf Alexandra.
An ihrem Geburtstag fuhren wir im Rahmen einer Jugendaktion nach Bielefeld in die Schlittschuhhalle. Während alle anderen Schlittschuh liefen, standen Alex und ich gefühlt die Hälfte der Zeit an der Bande und unterhielten uns. Dabei lernte ich sie und ihre offene und herzliche Art zum ersten Mal ein wenig kennen. Mein Interesse war geweckt. Am selben Wochenende stand auch schon die nächste Jugendaktion an. An zwei Tagen sind wir zum Snowboarden auf dem Winterberg gewesen. Anfangs waren wir noch eine größere Gruppe, aber je näher der Termin kam, desto mehr sagten ab, sodass wir letzten Endes nur zu viert waren. Am zweiten Tag fuhren wir mit meinem Auto und ich hatte sie zum ersten Mal da, wo ich Sie jetzt am liebsten habe: auf meinem Beifahrersitz. Alexandra und ich sind vorher bereits Snowboard gefahren, während die anderen beiden Anfänger waren. Es kam mir ganz recht, mit ihr zu zweit auf den etwas schnelleren Abfahren zu sein. Als wir mit unseren Snowboards durch den Wald fuhren, war Alexandra sofort verknallt.

Nach dem Wochenende wuchs in mir das Verlangen, sie zum Essen einzuladen. Allerdings war das Timing nicht das Beste, da eine Prüfungsphase vor der Tür stand. Nachdem einige Zeit verstrichen und die Prüfungen bewältigt waren, wartete ich auf den perfekten Moment. Eines Freitagabends fragte Alex in die Runde, ob jemand zum Hermannsdenkmal fahren wollte. Die Gelegenheit war gekommen und ich bot mich natürlich sofort als Fahrer an. Als sie dann wieder einmal auf meinem Beifahrersitz saß, fragte ich, ob sie mit mir essen gehen würde. So schnell wie sie antwortete hatte sie vermutlich nur darauf gewartet. Das erste offizielle Date stand fest, Samstag in einer Woche. Doch so viel Geduld hatten wir nicht. Im Laufe der Woche trafen wir uns trotz Minusgraden fast jeden Tag zum Spazieren, Eis essen oder Schlittschuh fahren auf dem Postteich. Am Samstag war dann der große Tag. Ich zog mein schickstes Hemd an, putze mein Auto und legte eine Rose auf den Beifahrersitz. Nach einem schönen Abend im Restaurant mit einer dauerlächelnden Alex spazierten wir durch Lemgo und ich fragte sie: „Kann ich dich dann jetzt meine Podruschka nennen?“

Die Zeit verflog. Eric und ich waren uns sehr nah gekommen. So wie ich Eric kennen lernen durfte ist er ein schlauer und überzeugter Mensch. Er handelt meistens durchdacht und lässt mit seiner Art mein Herz höherschlagen. Vor allem wenn er Auto fährt. Er ist neben seiner lustigen Seite ein großer Familienmensch und hält Treue zu den Menschen, die ihm nahestehen, für sehr wichtig. Die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, hat uns beide über uns selbst hinauswachsen lassen. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, ihn für mein geplantes Auslandsjahr zu verlassen und war drauf und dran, meine Pläne in den Wind zu schießen, um in Deutschland zu bleiben. Doch Eric, so schwer es ihm fiel, ermutigte mich zu gehen. Er wusste das ich diese Missionsreise nicht nur für mich tun sollte, sondern für all die Menschen, in deren Leben ich etwas, sei es noch so klein, ausrichten werde. Und vor allem wollte ich Gott in diesem intensiven Jahr näherkommen. Ich weiß noch, wie wir eine riesige spontane Abschiedsfeier innerhalb von 24 Stunden auf die Beine gestellt haben. Und ich erinnere mich daran, dass ich das nie ohne Eric geschafft hätte. Denn als ich innerhalb der letzten 9 Stunden vor Abfahrt meinen gesamten Koffer für ein Jahr packte, fuhr er herum und brachte alle ausgeliehenen Sachen, von der Party zurück.
Wir hatten uns lange auf die vor uns liegende Distanz vorbereitet; trotzdem war es fast nicht realisierbar. Doch dann flog ich.

Es waren mittlerweile fast fünf Monate rum. Halbzeit. Eric und Ich durften uns in dieser Zeit nochmal von einer anderen Perspektive kennen lernen. Dadurch, dass ein Anruf die einzige Möglichkeit war, Zeit miteinander zu verbringen, konnten wir viel reden. Wir philosophierten über Gott und die Welt, erzählten einander alltägliche Dinge und malten uns unsere Zukunft aus. Es waren zwei Tage vor meinem Geburtstag, als mein Teammitglied David anfing, ein Video von dem alltäglichen Leben eines Trekkers zu machen. Ich ahnte natürlich nicht, dass er andere Ziele damit verfolgte.

Eric war in der Ukraine! Diese eine Woche, die wir zusammen in der Ukraine verbracht haben, schweißte uns noch mehr zusammen. Ich durfte teilen, was ich bisher an Erfahrungen gemacht und wo ich Erfolge und Niederlagen hatte. Außerdem hatten wir ein wunderschönes Date am Abend vor meinem Geburtstag. Es war schon spät, als ich Erics Handy aus seiner Tasche holen wollte, um auf die Uhr zu gucken, als ich plötzlich eine kleine quadratische Box ertastete. Mein Herz pochte bis in die Füße. Würde er mir wirklich hier einen Antrag machen? Wären wir bereit dafür? Ich glaube schon… aber ich bin noch sechs Monate hier?! Ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen. Es war schon nach 12 Uhr, als wir von dem Restaurant nach Hause gekommen waren. Wir saßen im Wohnzimmer und er fing an mit: „Alex…“ Mein Herz hatte sich immer noch nicht erholt und durch meinen Kopf wirbelten die Gedanken. Irgendwann sagte er: „Happy Birthday, Schatz“ und holte die kleine quadratische Box aus seiner Hosentasche. Er öffnete sie und Puhh.. eine Kette.
Er flog wieder und ich blieb. Ich hatte neue Motivation und neuen Mut gefunden, mein Projekt mit den Kids weiter zu gestalten und nochmal richtig durchzustarten. Und so vergingen auch die letzten 6 Monate, in denen wir höchstens einmal die Woche stundenlang telefonierten.
Als er mich vom Flughafen in Amsterdam abholte, überraschte er mich mit einem Kurzwochenende in Den Haag. Wir genossen die malerische Stadt und das schöne Meer. Es war schon der zweite Tag, als noch eine Überraschung auf mich wartete. Eric hatte ein Dinner auf dem Riesenrad, das über das Meer und die Stadt schauen ließ, organisiert. Während neben uns eine Person von einem Turm über dem Meer Bungee gesprungen ist, aßen wir von einer hübschen Etagère Häppchen aus herzhaften und süßen Sachen bei Kerzenlicht und Sekt. Und schon wieder überkam mich so ein komisches Gefühl. Warum all der Aufwand? Plante er etwas Größeres? Ich suchte mit meinem Blick instinktiv nach allem, was verdächtig erschien. Doch der Abend verging und unser Beziehungsstatus blieb derselbe.

Wieder zu Hause in Detmold freute sich vermutlich keiner so sehr wie ich, dass Alex wieder da war. Obwohl wir uns so lange nicht gesehen hatten, hatte sich zwischen uns nicht viel verändert. Für mich war klar, dass sie die Frau war, mit der ich auch noch in 70 Jahren mein Leben verbringen wollte. Also fing ich an, den Antrag vorzubereiten. Alex ist ziemlich einzigartig, denn obwohl sie liebevoll, offen und herzlich ist, steht sie auf Action (was das Leben nie langweilig macht). Deshalb war für mich klar, ein wenig Action muss sein. Ich buchte ein Fallschirmsprung für uns beide an dem Tag, an dem sie nach Kanada geflogen war, denn sollte sie das nächste Mal in einem Flugzeug nicht neben mir sitzen, würde sie wissen, was zu tun sei. Ein Fallschirmsprung war schon mal ein guter Anfang, doch da war noch Luft nach oben. Ich nutzte meine Beziehungen, um den schönsten Ring für die bezauberndste Frau zu organisieren. Außerdem muss ja auch das Ambiente stimmen…
Der Plan stand und so machten wir uns am 30. August 2019 auf den Weg. In Kassel angekommen hatten wir, während wir auf unseren Absprung warteten, ein gemeinsames Frühstück. Nebenbei spielten wir Karten und beobachteten ein paar Teams, die gerade eine Meisterschaft im Fallschirmspringen durchführten. Um circa 12 Uhr war es dann soweit, und wir stiegen in das Flugzeug. Ein letzter Kuss und ab ging’s. Im freien Fall wird man daran erinnert, wie kurz das Leben doch ist. Wieder auf dem Boden angekommen, ging es nach einer kurzen Verschnaufspause sofort weiter. Mit ihr auf dem Beifahrersitz hatten wir zehn Stunden Autofahrt in Richtung Süden vor uns. Ich hatte ihr nicht verraten, wie die Reise weiterging. Ob sie wohl ahnte, dass ich ihr dieses Wochenende einen Antrag machen würde?

Ja klar tat ich das. Hallo, ein Fallschirmsprung? Er hat ein Geheimnis daraus gemacht, wo wir nach dem Sprung hinfahren wollten und ich durfte pro Stunde nur eine Frage stellen, doch nach ein paar wenigen Stunden im Auto erriet ich es. Es ging in das wunderschöne Venedig! Unser Hotel war in einem liebevollen Vintagestil eingerichtet und nur einige Minuten mit der Bahn vom Herzen der Stadt entfernt. Wir hatten den ganzen Samstag, um durch die schmalen, verschlungenen Gässchen, über Dutzende von verschnörkelten Brücken und vorbei an gemütlichen Cafés zu schlendern. Die Luft war erfüllt von Stimmengewirr und die Atmosphäre war wie in einem alten 80er Jahre Film. Wir sahen uns die Souvenirläden, die Rialtobrücke und den Markusplatz an. Spät am Abend wurde die Stadt immer ruhiger, die Lichter spiegelten sich in den Kanälen wider und alles schien zu funkeln. Die Zeit verging wie im Flug und dann führte er mich an seiner Hand am Ufer entlang, bis er mich plötzlich eine Steintreppe bis zu einem Anlegeplatz der Gondeln hinunterführte. Mein Herz machte einen riesigen Sprung, denn ich ahnte, was jetzt kommen würde… Die Gondel wackelte, als wir einstiegen und der Gondleur manövrierte sein Boot in die Mitte des Kanals. Die funkelnden Lichter reflektierten auf dem Kanal während es noch angenehm sommerlich warm war. Es dauerte gar nicht lange, als Eric auf ein Knie ging und auf Russisch sagte: „Alexandra Sergejevna Tyufanov, Выходи за меня замуж!“ (…werde meine Frau!)

Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann heiraten sie am 15.02.2020.

Kurzversion für die Lesefaulen:
Alex mag Eric.
Eric mag Alex.
Eric fragt Alex, ob sie ihn heiraten will.
Sie hat ja gesagt.

Galerie

Einladungen

Unsere verteilten Einladungen eignen sich super als dekorative Erinnerung

Hochzeits Details

Ort

EFG Detmold-West
Bielefelder Str. 210
32758 Detmold

Trauung

15. Februar 2020, 12:00 Uhr 
Bitte erscheint 20 Minuten vorher

Wetter Prognose

Zieht euch warm an, wir hoffen auf Schnee

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Wir können es kaum erwarten mit euch zu feiern!

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